Kreativ Wirtschaftszentrum Theater Karlshorst
Berlin, 10. Oktober 2011
Es tut sich was. Die iq consult GmbH wurde mit der Entwicklung eines Konzepts zur Zukunft des Kulturstandorts "Theater Karlshorst" beauftragt. Eine entsprechender Blog auf Grundlage von "WordPress" wurde schon mal ins Netz gestellt. Nicht besonders kreativ aber schon mal ein Anfang auch für die wirtschaftliche Betreibung des Theaters. Der Blog wird in seiner Grundstruktur kostenlos von wordpress zur Verfügung gestellt.
kwtk-blog.net
EU fördert Konzepterarbeitung fürs Theater Karlshorst an der Treskowallee
Pressemitteilung
Berlin, 18.05.2011
Kreativzentrum im Theater Karlshorst
„Kreativwirtschaftszentrum Theater Karlshorst – Entwicklung eines wirtschaftlich tragfähigen Nutzungs- und Betreiberkonzepts für den Gebäudekomplex Treskowallee / Stolzenfelsstraße“ – so lautet der Titel des Projektes zur Revitalisierung des denkmalgeschützten Theaters Karlshorst in Berlin-Lichtenberg, das, von der EU gefördert, jetzt auf den Weg gebracht wird. Das Bezirksamt Lichtenberg und die HOWOGE Wohnungsbaugesellschaft mbH werden fast 250.000 € einsetzen, um ein tragfähiges Konzept zur Entwicklung des Standorts erstellen zu lassen und die ersten Jahre des Betriebs des Kreativwirtschaftszentrums zu begleiten
Gesamter Wortlaut
Quelle: http://www.berlin.de/ba-lichtenberg
„Geschichte und Gegenwart...“ Ohne die Sowjets hätte Karlshorst vermutlich nie ein Theater bekommen
Im traditionsreichen Berliner Arbeiterbezirks Lichtenberg gelegen, ist Karlshorst eine Oase der Ruhe und Erholung. Vor über 100 Jahren entstand das gutbürgerliche Idyll mit Einfamilien- und Reihenhäusern, Geschäften, Restaurants und viel Grün. Die Trabrennbahn Karlshorst brachte die S-Bahn-Anbindung und viele Besucher aus Berlin und Umgebung. Im nahe gelegenen Tierpark tummelten sich Ausflügler und Erholungssuchende. Das brachte Kar den Beinamen „Dahlem des Ostens“ ein.
Auch Theater hatte in Karlshorst Tradition. Zwar war das Haus an der Treskowallee vor dem Krieg kein Theater in seiner heutigen Form. Das Deutsche Haus, wie es damals hieß, verfügte über eine Bühne und eine Galerie, es gab aber keine Sitzreihen, keinen Bühnenturm und keine Schräge im Parkett. Seiner gepflegten Gastlichkeit wegen war das Deutsche Haus in Berlin sehr gefragt. Hier fanden alle großen Veranstaltungen der Ortsvereine und die großen Bälle statt. Mit der Herrlichkeit war es nach dem Einmarsch der sowjetischen Armee vorbei.
Nach dem der erste Berliner Stadtkommandant Bersarin sein Quartier in Karlshorst genommen hat, kam der Schock. Am 3. Mai 1945 erging der Befehl, innerhalb von 24 Stunden das gesamte Wohngebiet zu beiden Seiten der Treskowallee von der deutschen Bevölkerung zu räumen. Das Areal wurde vollständig als Sperrgebiet ausgewiesen. Zwei Jahre später wurde das Deutsche Haus abgerissen.
Als Reparartionsleistung der Deutschen an die Sowjetunion wurde der erste Theaterneubau nach dem Krieg errichtet, das Haus der Offiziere, ein Theater im neoklassizistischen Stil mit hervorragenden technischen Voraussetzungen, einer phantastischen Akustik und 600 Plätzen einschließlich Rang und Proszeniumslogen. Weltberühmte Künstler wie David Oistrach, die legendäre Primaballerina Galina Uljanowa und das Ensemble der Peking-Oper standen auf der Karlshorster Bühne. Bis 1963 war das Haus der Offiziere nur den sowjetischen Militär- und Zivilangestellten sowie deren Familien zugänglich. Deshalb wurde es „Russenoper“ genannt. Erst nach der überraschenden Aufhebung des Sperrgebietes hatte auch die deutsch Bevölkerung Zutritt.
Nach dem Abzug der Alliierten 1994 etablierte sich das Theater Karlshorst in dem denkmalgeschützten Gebäude. Inzwischen wurde das Haus wieder von den Berlinern aus Spandau und Hellersdorf, Charlottenburg und Mitte, Reinickendorf und Köpenick sowie dem Berliner Umland angenommen. Viele Gäste verbinden ihren Theaterbesuch mit einem Spaziergang im schönen Karlshorst, eben dem Dahlem des Ostens.
Seit am 1. April 2000 Karin Müller die Leitung des Theaters inne hat, ruht das Repertoire im Wesentlichen auf drei Säulen: Operette, Ballett und populäre Klassik.
Diese kleine Abhandlung wurde mir freundlicherweise vom Haus zur Verfügung gestellt. Im APRIL 2007 wurde der Theaterbetrieb im Theater Karlshorst eingestellt!! Lageplan Seitenanfang

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