"Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist.“,
 sagt der Kölner Künstler Gunter Demnig, der das Projekt Stolpersteine 1993 ins Leben rief.
Stolpersteine sind dezentrale Mahnmale, die an das Schicksal der Menschen erinnern sollen, die während des Dritten Reiches von den Nationalsozialisten deportiert und ermordet wurden. Name und Jahrgang der Opfer, das Jahr ihrer Deportation sowie Datum und Ort ihrer Ermordung werden in Messingplatten eingraviert, die fest mit Steinquadern verbunden werden. Die Stolpersteine werden von Gunter Demnig am letzten Wohnort der Opfer des Naziregimes ebenerdig ins Straßenpflaster gelassen. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.stolpersteine.com
Wir, die Initiative Stolpersteine Karlshorst, beschäftigen uns intensiv mit der Geschichte des Lichtenberger Stadtteils. Unser gemeinsamer Schwerpunkt sind das frühere jüdische Leben, die ursprünglichen Bewohner vieler Häuser und ihr Verbleib.
Wir recherchieren in Archiven, befragen Zeitzeugen, versuchen Angehörige ausfindig zu machen, um Näheres über sie zu erfahren. Die Initiative Stolpersteine Karlshorst legt besonderen Wert auf die Recherche der Biografien. Wir möchten erst die Lebensgeschichte zusammentragen, bevor wir für einen Menschen einen Gedenkstein verlegen lassen. Auf diesem Wege wollen wir den von den Nationalsozialisten vertriebenen, ermordeten und in den Suizid getriebenen Karlshorstern ihr Gesicht, ihren Namen zurückgeben.
Wenn Sie sich über das Stolpersteinprojekt und die ehrenamtliche Arbeit unserer Initiative informieren möchten, können Sie sich gerne an uns wenden. Wir freuen uns besonders, wenn sich Paten und Unterstützer aus Karlshorst beteiligen und z.B. aus eigener Initiative in ihrer Wohngegend Stolpersteine pflegen möchten. Jede Mithilfe ist willkommen. Und sofern es uns möglich ist, unterstützen wir Sie auch, wenn Sie selbst einen Stolperstein vor Ihrem Wohnhaus oder in Ihrer Straße initiieren wollen.
Paten gesucht! zur Pflege der Stolpersteine in Karlshorst.
So kümmern sich beispielsweise Schüler der Richard-Wagner-Grundschule bereits um die vier Stolpersteine der Familie Hamburger in der Stolzenfelsstraße 2. Auch andere Karlshorster putzen von Zeit zu Zeit die Messingplatten auf den Steinen die unmittelbar vor ihrem Wohnhaus liegen.
Könnten Sie sich vorstellen, eine solche Patenschaft zu übernehmen?
Aktionen: 2011
Herzlichen Dank an alle, die sich an der Putzaktion am 18. Juni beteiligt haben.

Mehr als vierzig interessierte Menschen trafen sich vor dem Theater Karlshorst. Nach kurzer Begrüßung machten wir uns in drei Gruppen auf den Weg um alle 57 Stolpersteine in Karlshorst zu putzen, so dass sie wieder gut sichtbar an die früheren Bewohner in Karlshorst erinnern. Zum ersten Mal war auch eine Gruppe mit dem Fahrrad unterwegs. An den einzelnen Stationen dieser Rundgänge haben wir die von uns in den vergangenen Jahren zusammengetragenen Biografien vorgelesen. Aber nicht immer lässt sich der Lebensweg dieser Menschen lückenlos nachzeichnen. Bei gemeinsamen Aktionen wie dieser, ergeben sich immer gute Gespräche und manchmal erhalten wir auch neue Hinweise oder Hilfsangebote. So hat sich eine Teilnehmerin bereit erklärt, die Pflege-Patenschaft für einen Stolperstein in ihrer Wohngegend zu übernehmen.
Stolpersteine in Lichtenberg Eine aktuelle Übersichtskarte, die alphabetisch nach Straßen geordnet ist, finden Sie hier!
 GEMEINSAM Stolpersteine putzen!
Sonnabend, 18. Juni 2011, Treffpunkt: 10.00 Uhr
Theatervorplatz/Ehrenfelsstraße in Berlin-Karlshorst / verschiedene Rundgänge und eine Gruppe per Fahrrad !!!
Vielen Karlshorstern sind die kleinen in den Gehweg eingelassenen Messingtafeln wahrscheinlich schon aufgefallen.
Diese so genannten STOLPERSTEINE erinnern in unserem unmittelbaren Lebensumfeld an die Vertreibung und Vernichtung von Sinti und Roma, Juden, politisch Verfolgter, Homosexueller, Zeugen Jehovas und Euthanasieopfer. Der Kölner Künstler Gunter Demnig, Initiator der Stolpersteine, hatte die Idee damit ein „dezentrales Monument“ zu schaffen, das die Erinnerung an die Ermordeten an jenen Ort zurückbringt an dem sie lebten bevor der Nationalsozialismus sie stigmatisierte und sie zu Verfolgten wurden.
In Karlshorst wurden bisher 57 dieser GeDenksteine verlegt. Damit sie auch gut sichtbar sind, müssen sie hin und wieder geputzt werden. Genau das wollen wir am Sonnabend, 18. Juni, zusammen mit möglichst vielen Karlshorstern tun. Diese gemeinsame Aktion der Initiative Stolpersteine Karlshorst, des ver.di Ortsverein Ost, des Kreisverbandes Ost des DGB und der Netzwerkstelle Licht-Blicke findet dann bereits zum dritten Mal statt. Vielleicht war jemand von Ihnen schon einmal dabei. Interessierte können dabei mehr über ehemalige Nachbarn erfahren, deren Leben durch die Nationalsozialisten ausgelöscht wurde.
Um alle Orte, an denen Stolpersteine liegen, gut zu erreichen, planen wir diesmal auch eine Gruppe ein, die mit dem Fahrrad unterwegs sein wird.
Eine herzliche Einladung an alle Bewohner und Interessierte
am 18. Juni 2011, 10 Uhr bei der Putz- und Gedenkaktion mit dabei zu sein. (ob mit oder ohne Fahrrad)
Viele Grüße
Jana Dieckmann
(für die Initiative Stolpersteine Karlshorst)
Für Rückfragen stehen wir Ihnen per e-mail: stolpersteinprojekt-karlshorst@web.de zur Verfügung
Aktionen: 2010
Der Kölner Künstler Gunter Demnig, Initiator des Stolpersteinprojektes, verlegt
am 25. Oktober 2010 (voraussichtlich ab 14 Uhr) drei weitere Stolpersteine in Karlshorst
zur Erinnerung an
- Siegmund Hofmann, Dorotheastraße 28
- Dr. Alfred Mode, Treskowallee 109
- Hermann Jochade, Grafenauer Weg 39
denn sie waren unsere Nachbarn.
...Wider das Vergessen!
Eine herzliche Einladung an alle Bewohner der Häuser und alle Interessierte bei der Verlegung und feierlichen Einweihung mit dabei zu sein.
Den Flyer zum Aktionstag am 25.10.2010 können Sie hier downloaden
07.05.2010
Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 6B der Karlshorster Richard-Wagner-Grundschule
erhalten Patenschaftsurkunde für vier Stolpersteine
Die Klasse 6B der Richard-Wagner-Grundschule hat sich dieses Schuljahr, unterstützt durch Licht-Blicke und
die Initiative Stolpersteine Karlshorst, intensiv mit dem Thema der Judenverfolgung im Nationalsozialismus
auseinandergesetzt. Neben dem Besuch der Blindenwerkstatt Otto Weidt mit einer Führung durch die Zeitzeugin
Inge Deutschkron, und einem Besuch im jüdischen Museum, haben die Schülerinnen und Schüler eine
Stolpersteinverlegung in Moabit erlebt und den Initiator des Gedenkprojektes Gunter Demnig, sowie
Angehörige von Opfern, kennengelernt.
Im Gripstheater konnten sie die Geschichte Inge Deutschkrons als
Theaterstück auf der Bühne gespielt mitverfolgen. Den Abschluss des Projektes bildete die Übernahme einer
Patenschaftsurkunde für vier Stolpersteine. Sie erinnern an Familie Hamburger aus der Stolzenfelsstraße 2.
Die Klasse 6B möchte sich mit der Übernahme der Patenschaft um die Gedenksteine „kümmern“ und
mitverantwortlich dafür sein, dass diese gepflegt werden und die Biografien nicht in Vergessenheit geraten.
Die Patenschaft wird im nächsten Schuljahr an eine neue Klasse weitergegeben.
Hier der aktuelle Flyer zum downloaden
Dezember 2009
Karlshorster Apotheken unterstützen die Initiative Stolpersteine Karlshorst !
Fünf Karlshorster Apotheken geben seit Mitte November wieder ihren begehrten Jahreskalender für eine Spende von jeweils 50 Cent ab. Im Vorjahr wurden die Spenden für die Restaurierung der denkmalgeschützten Amalien-Orgel in der Kirche zur Frohen Botschaft in Berlin-Karlshorst gesammelt.
Wir freuen uns sehr, dass der Erlös der diesjährigen 50-Cent-Kalenderspende der Karlshorster Apothekenkunden unserer Initiative zu Gute kommt und möchten uns schon jetzt bei allen Beteiligten und Unterstützern bedanken.
Wir wollen das gespendete Geld später für eine Ausstellung verwenden, in der die von uns zusammengetragenen Lebensgeschichten ehemaliger Nachbarn gezeigt werden.
In Karlshorst wurden seit 2004 mehr als 50 Stolpersteine verlegt. Sie erinnern an Menschen, die einst hier lebten. Wir recherchieren in Archiven, befragen Zeitzeugen und versuchen Angehörige ausfindig zu machen. So wollen wir den von den Nazis vertriebenen und ermordeten Karlshorstern ihr Gesicht, ihren Namen zurückzugeben.
An der Spendenaktion beteiligen sich folgende Apotheken:
November 2009
Die Aktuelle Liste der Stolpersteine für Lichtenberg; bereitgestellt von
www.licht-blicke.org, können Sie hier herunterladen. (per 30.11.2009)
September 2009 WIDER DAS VERGESSEN ...
Unter diesem Motto treffen sich die Teilnehmer/innen am 5. September 2009, um 10.00 Uhr,
am SKZ Lichtenberg-Süd, Kulturhaus Karlshorst, Treskowallee 112, 10318 Berlin.
Von dort aus beginnen die geführten Spaziergänge rund um den S-Bahnhof Karlshorst.
November 2008
möchten wir zusammen mit Angehörigen der Familie Strauss aus der Warmbader Straße (heute Robert-Siewert-Straße) vier weitere Stolpersteine verlegen.
15. September 2008 bis 09. Oktober 2008:
Wanderausstellung „STOLPERSTEINE GUNTER DEMNIG UND SEIN PROJEKT“
im Nachbarschaftshaus Kiezspinne FAS e.V. (Frankfurter Allee Süd)
Die Ausstellung ist so konzipiert, dass sie auch mit zwei bis drei Tafeln unserer Initiative erweitert werden kann.
Am 7. Juli 2008 werden zwei Stolpersteine in Karlshorst verlegt
Am 14. Juni 2008 fand in unserem Kiez ein besonderer Spaziergang statt.
Zusammen mit Verdi (Dienstleistungsgewerkschaft, Bezirk Berlin - Ortsverein Ost) und der evangelischen Kirchengemeinde Karlshorst hatten wir eingeladen, gemeinsam alle bisher in Karlshorst verlegten Stolpersteine zu putzen. Wir hatten uns intensiv vorbereitet und konnten den ca. 50 TeilnehmerInnen viel über die Schicksale unserer ehemaligen Nachbarn und die Karlshorster Lokalgeschichte erzählen.
Kontakt:
Initiative Stolpersteine Karlshorst
(Postanschrift) c/o Licht-Blicke, Ahrenshooper Straße 7, 13051 Berlin
Jana Dieckmann (für die Initiative Stolpersteine Karlshorst)
Tel. 50 18 14 67
Email: Stolpersteinprojekt-Karlshorst@web.de
Spendenkonto:
Kto.-Inh.: pad e.V. Kto.-Nr.: 3146907 BLZ: 100 205 00
Bank für Sozialwirtschaft Verwendungszweck: Karlshorst / "Stolperstein" oder "Projektarbeit"
* Bitte geben Sie auch an, ob Ihre Spende ausschließlich für einen weiteren Stolperstein oder zur finanziellen Unterstützung unserer aufwendigen Forschungs-/Recherchearbeit verwendet werden kann/soll) (Spendenquittung wird bei Bedarf ausgestellt, bitte ggf. vollständige Anschrift angeben).
unterstützt werden wir von:
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Licht-Blicke, Netzwerkstelle für Demokratie und Toleranz
c/o pad e.V. Ahrenshooper Straße 7, 13051 Berlin
Tel. 99 27 05 55
Email: post@licht-blicke.org
Internet: www.licht-blicke.org
Licht-Blicke koordiniert dieses Projekt im gesamten Bezirk Lichtenberg-Hohenschönhausen
- www.karlshorst-online.de, Bereitstellung und Aktualisierung dieser Webpräsenz
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